Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Übergabe? Eine ehrliche Analyse
- marvinass
- 24. Apr.
- 1 Min. Lesezeit
Eine aktuelle Studie der Österreichischen Notariatskammer zeigt: 47 Prozent der österreichischen KMU planen innerhalb der nächsten zehn Jahre eine Übergabe. Aber 49 Prozent haben noch keine geeignete Nachfolge gefunden. Das ist kein Zufall. Es ist das Ergebnis von aufgeschobenen Entscheidungen und einer verbreiteten Fehleinschätzung: Dass sich das schon irgendwie ergibt.
Warum zu spätes Handeln so teuer wird
Wer erst drei Monate vor der geplanten Übergabe beginnt, hat kaum noch Gestaltungsspielraum. Steuerliche Strukturen lassen sich nicht mehr optimieren. Der Unternehmenswert kann nicht mehr gesteigert werden. Und der Nachfolger hat keine Zeit, sich wirklich einzuarbeiten. Drei bis fünf Jahre Vorlaufzeit sind laut WKO Österreich die empfohlene Mindestplanung für eine geordnete Übergabe.
Was den richtigen Zeitpunkt bestimmt
Es gibt keine universelle Antwort. Aber es gibt klare Indikatoren: Wenn die Energie für das operative Geschäft nachlässt, wenn ein potenzieller Nachfolger sichtbar wird, wenn steuerliche Fenster sich öffnen oder wenn sich die Marktbedingungen verändern. Wer auf alle vier gleichzeitig wartet, wartet zu lange.
Das neue Programm NextGen4Austria
Seit Februar 2026 gibt es in Österreich mehr Unterstützung für Übergaben als je zuvor. Das von BMWET und WKÖ gestartete Programm NextGen4Austria bietet kostenloses Coaching für Nachfolger, Vernetzung mit übergabebereiten Unternehmern und Zuschüsse für externe Berater. Wer jetzt beginnt, kann dieses Programm aktiv nutzen.
Fazit
Der richtige Zeitpunkt für die Übergabe ist nicht dann, wenn alles perfekt ist. Er ist dann, wenn du noch genug Zeit hast, ihn gut zu gestalten. Wer heute beginnt, hat morgen mehr Optionen. #Co-Denker
QUELLEN
Österreichische Notariatskammer / KMU-Studie 2025: 47% planen Übergabe, 49% ohne Nachfolge
BMWET + WKÖ: NextGen4Austria Programm (Start Februar 2026)
WKO Österreich: Empfehlung 3-5 Jahre Vorlaufzeit für Betriebsübergabe
BMWET: 52.500 Übergaben bis 2034, Nachfolge-Taskforce

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