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Emotionen im Übergabeprozess: Die unterschätzte Seite der Nachfolge

Wenn Unternehmensberater über Nachfolge sprechen, geht es meist um Bewertungen und Steueroptimierung. Was dabei fast immer zu kurz kommt: Die emotionale Dimension. Dabei ist sie einer der häufigsten Gründe, warum Übergabeprozesse stocken oder scheitern.


Was wirklich auf dem Spiel steht

Ein Familienunternehmen ist für viele Übergeber nicht nur ein wirtschaftliches Asset. Es ist Identität, Lebenswerk und oft auch der wichtigste soziale Rahmen über Jahrzehnte. WIFU-Forschungen zeigen, dass Übergeber häufig eine ausgeprägte Verlustangst erleben, auch wenn der Nachfolger die eigene Tochter oder der eigene Sohn ist. Das ist keine Irrationalität. Das ist der Preis eines langen Engagements.


Das Loslassen ist ein Prozess, kein Moment

Viele Übergeber unterschätzen, wie lange dieser Prozess dauert. Er beginnt nicht mit der Unterschrift unter dem Übergabevertrag, sondern Monate oder Jahre vorher. Und er endet nicht an dem Tag, an dem der Schlüssel übergeben wird. Wer sich das eingesteht, kann aktiv damit umgehen.


Was hilft: Reden, strukturieren, begleiten

Drei Dinge helfen in der Praxis am meisten: Erstens, die eigenen Gefühle benennen und im Übergabeprozess explizit Raum dafür schaffen. Zweitens, eine klare Rollentrennung vereinbaren. Drittens, professionelle Begleitung einzuholen, die nicht nur den Vertrag schreibt, sondern das System begleitet.


Fazit

Emotionen im Übergabeprozess sind kein Luxusproblem. Sie sind ein unternehmerisches Risiko, wenn sie unausgesprochen bleiben. Und sie sind eine Ressource, wenn man sie bewusst einbezieht. #Co-Denker


QUELLEN

WIFU: Forschung zu Emotionen und Identität im Übergabeprozess

KMU Forschung Austria: Übergabehemmnisse in österreichischen Familienunternehmen

Notariatskammer KMU-Studie 2025: 49% ohne Nachfolge trotz Übergabewunsch

 
 
 

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